Karl Heinz Möbius

Karl Heinz Möbius (* 26. Juli 1913 in Berlin; † 10. Januar 1976 in Berlin) war von 1937 bis 1939 Kaplan in unserer Pfarrgemeinde Mater Dolorosa.

Leben

Kaplan Karl Heinz Möbius

Karl Heinz Möbius wurde am 26. Juli 1913 in Berlin geboren.

Nach seinem Abitur 1931 begann er ein Theologiestudium an der Philosophisch-Theologische Hochschule Sankt Georgen in Franfurt am Main.

1936 ging er ins Priesterseminar St. Petrus in Berlin.

Seine Priesterweihe empfing er am 13. März 1937 in der St. Hedwigs-Kathedrale in Berlin-Mitte.

Der Neupriester trat kam als Nachfolger von Kaplan Ignatz Seifert seine erste Kaplanstätigkeit im April 1937 in unserer Pfarrei an. Aus Unterlagen des Pfarrarchivs kann entnommen werden, dass er ein gewissenhafter Priester war. Während seiner Lankwitzer Zeit taufte er am 11. Mai 1938 den sechs Tage alten, im benachbarten Sankt Monikastift geborenen vierten Pfarrer unserer Gemeinde, Michael Schlede.

Im Oktober 1939 führte ihn seine Tätigkeit als Kaplan nach Stralsund. Sein Nachfolger wurde Kaplan Norbert Schulz.

1940 wurde er als Marinepfarrer zum Heeresdienst einberufen, in Stralsund eingestellt und verbeamtet.

Im November 1943 wurde er nach Norwegen abkommandiert. Als er sich kritisch zur Besetzung Norwegens durch die Deutschen geäußert hatte und in der Wunderwaffe V1 „keine Patentlösung für die Weiterentwicklung des Krieges sähe“, wurde er von zwei Krankenschwestern in Tromsö denunziert und am 5. Oktober 1944 verhaftet. Wegen „Zersetzung der Wehrkraft“ wurde er am 26. Oktober 1944 in beiden Fällen zum Tode verurteilt. Bis zur Vollstreckung des Urteils blieb er bis zur Bestätigung durch die Behörden in Berlin in Hammerfest in Haft. Der Marinestabsrichter Hans Filbinger versuchte gegen das Urteil anzugehen und zögerte wohl damit die Vollstreckung des Urteils hinaus, was Karl Heinz Möbius das Leben rettete. Das Todesurteil wurde am 25. Dezember 1944 aufgehoben. Am 26. April 1945 wurde er aus der Haft entlassen, war dann Seelsorger im Marinelazarett Kiel und ging anschließend als Pfarrer zum Deutschen Minenräumdienstkommando.

Im März 1946 wurde er zum Lokalkaplan der Gemeinde Sankt Bonifatius in Binz auf Rügen ernannt und erhielt 1947 den Titel „Pfarrer“.

Anfang 1954 führte ihn seine priesterliche Tätigkeit als Lokalkaplan nach Berlin-Grünau-Bohnsdorf in die Pfarrei Sankt Laurentius, wo er 1955 zum Kuratus von Bohnsdorf und 1969 zum Pfarrer ernannt wurde. Am 10. Januar 1976 starb Karl Heinz Möbius in Berlin und wurde auf dem Friedhof Berlin-Adlershof in der Friedlandstraße beerdigt.

Siehe auch

personen/karl_heinz_moebius.txt · Zuletzt geändert: 2017/12/10 18:27 von mbautsch
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