Mater Dolorosa Berlin-Lankwitz

Benutzer-Werkzeuge


Seitenleiste

stiftung:kirche_in_bewegung_glaubenskrise_und_reformbereitschaft

Kirche in Bewegung - Glaubenskrise und Reformbereitschaft

Pater Gudikar Hock SJ

In diesem Zusammenhang mit diesem Thema lud die Stiftung Mater Dolorosa am 25. September 2021 zu einem Impuls und Austausch mit dem Jesuitenpater Gundikar Hock ein. Dabei konnten natürlich nicht alle Themen des Synodalen Weges besprochen, aber zumindest einige Anstöße vermittelt werden.

Einleitung

Mit dem Bekanntwerden der Missbrauchsfälle in der katholischen Kirche wurde bei vielen das Vertrauen in die Kirche erschüttert. Es erfolgten Austritte und der Ruf nach Reformen. Da gilt es, den eigenen Standort neu wahrzunehmen und persönliche Motivationen zu festigen. Kardinal Marx und Pfarrer Sternberg schrieben schon 2019: „Papst Franziskus fordert uns auf, eine synodale Kirche zu werden - unseren Weg gemeinsam zu gehen. Dazu dient der Synodale Weg der Kirche in Deutschland, den wir als Bischöfe der Deutschen Bischofskonferenz und als Vertreter der aktiven Laien im Zentralkomitee der deutschen Katholiken mit vielen Katholiken, mit Ordensleuten, Priestern und insbesondere jungen Menschen in den kommenden zwei Jahren gehen wollen. Er soll ein Weg der Umkehr und der Erneuerung sein, der dazu dient, einen Aufbruch im Lichte des Evangeliums zu wagen und dabei über die Bedeutung von Glaube und Kirche in unserer Zeit zu sprechen und Antworten auf drängende Fragen der Kirche zu finden. Denn selbstkritisch müssen wir feststellen: Die Botschaft des Evangeliums wurde verdunkelt, ja sogar aufs Schrecklichste beschädigt. Wir denken dabei besonders an den sexuellen Missbrauch an Kindern und Jugendlichen. Wir müssen Konsequenzen daraus ziehen und dafür sorgen, dass die Kirche ein sicherer Ort ist. Den Glauben neu verkünden zu wollen, verlangt von uns, dass wir das Gespräch besonders über Themen führen, die der Verkündigung im Wege stehen, wenn sie nicht geklärt werden.“

Der Synodale Weg ist eine solche Möglichkeit und hat längst begonnen. Die Deutsche Bischofskonferenz (DBK) und das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) suchen gemeinsam nach Antworten auf dringende Fragen. Wir sind als Gemeinden und Einzelne eingeladen, diesen Weg mitzugehen, Antworten zu suchen, wie wir „die Freude und Hoffnung, Trauer und Angst der Menschen von heute, besonders der Armen und Bedrängten aller Art“ teilen können, wie es das Zweite Vatikanische Konzil vor über 50 Jahren ausgedrückt hat.

Bericht

Im folgenden ist der Vortrag von Pater Hock stichpunktartig zusammengefasst:

Der Synodale Weg ist inzwischen angenommen.

Exkurs zu Pater Klaus Mertes und der Aufdeckung con Missbracuh von Schülern am Canisius-Kolleg in Berlin-Tiergarten: Was ist heute dran an der kirchlichen Entwicklung / am synodalen Weg?

Exkurs zur Amazonas-Synode (230 Personen, davon 80 Betroffene): Die Kirche muss versuchen, einen Weg der Erneuerung zu gehen unter Berücksichtigung des Zweiten Vatikanischen Konzils und der Tradition (Heilige Schrift).

Weitere Stichpunkte:

  1. Forum: Macht und Bedeutung der Kirche
  2. Forum: Priesterliche Existenz heute
  3. Einbindung der Frau in das Geschehen
  4. Einbeziehung der Gläubigen in die Bestellung eines Bischofs
  5. Predigtordnung
  6. Evangelisierung
  7. Priesterlicher Weg
  8. Problem der Indifferenz (Offenlassen von zwei Wegen oder Möglichkeiten). Dieser Punkt war in der Diskussion umstritten, weil nicht klar war, was damit genau gemeint ist und wer den oder die Gläubigen dabei leitet.

Pater Hock wies auch auf das erste Apostelkonzil mit unter anderem Petrus und Paulus hin, wo es um die Beschneidung der Männer ging.

Über die Notwendigkeit von Gerechtigkeit und Barmherzigkeit im Reformprozess sprach Pater Hock ebenfalls.

In den einzelnen Foren gibt es jeweuks einen Grundtext und mehrere Handlungstexte (siehe Weblink unten).

Zum 1. Synodalforum „Macht und Gewaltenteilung“ – Grundtext mit 42 Seiten

Titel: „Auf dem Weg der Menschen: Kirche in der synodalen Zeit“

  • Präambel: Wo wir stehen – mitten in der Krise
  • Wichtig: Engagement der Opfer
  • Geistlicher Missbrauch
  • Sexualisierte Gewalt
  • Woher wir kommen…
  • Auch aus der Amazonas-Synode: Heute auf Gottes Wort hören – Umgang mit der Tradition
  • Gemeinsames Priestertum von Glaubenden und Kirche

Am Rande sind auch die folgenden Punkte angesprochen gekommen:

  • Zölibat
  • Viri probati
  • Tradition
  • Heilige Schrift
  • Wandlung / Veränderung
  • Gibt es nur einen Synodalen Weg oder mehrere Synodale Wege?

Im Anschluss gab es eine Diskussion.

stiftung/kirche_in_bewegung_glaubenskrise_und_reformbereitschaft.txt · Zuletzt geändert: 2021/09/28 13:35 von mbautsch