Klaus Kliesch

Von Annelen Hölzner-Bautsch

Pfarrer Klaus Kliesch - Foto: Gocht

Bevor der Ruheständler Pfarrer Dr. Klaus Kliesch in die Ortschaft Barth an der Ostsee in Mecklenburg-Vorpommern übersiedelte, um dort noch Aufgaben in der Seelsorge in der Pfarrei in Stralsund wahrzunehmen, war er ein gern und oft gesehener Gast in unserer Pfarrei. Häufig vertrat er unseren Pfarrer Michael Schlede während dessen Urlaubs und feierte die heilige Messe mit uns. Vielen ist er auch in guter Erinnerung, weil er den Messbesuchern fast immer eine predigtbezogene Aufgabe mit auf den Weg nach Hause gab.

Seine theologischen Vorträge, Seminare und ökumenischen Bibelabende, die er in unserer Gemeinde gehalten hat, waren sehr beliebt und immer gut besucht.

Schon in den achtziger Jahren war er unserer Pfarrei verbunden und hatte 1983 auch eine Jugendleiterfahrt in die Lüneburger Heide begleitet und 1984 ein Gebetstriduum in der Karwoche gehalten.

Pfarrer Schlede und Pfarrer Kliesch kennen sich aus ihrer Jugendzeit, die sie gemeinsam in ihrer Heimatpfarrei St. Nikolaus in Blankenfelde verbracht haben.

Weitere Lebensdaten

Klaus Kliesch wurde am 15. September 1938 in Döberitz in Brandenburg geboren und wuchs in Berlin, im schlesischen Gottesberg und schließlich in Mahlow auf. 1955 flüchtete die Familie in den Westen. Nach dem Studium der Theologie und der Promotion wurde er am 22. Februar 1968 zum Priester geweiht und trat seine erste Kaplanstelle in St. Marien in Berlin-Wilmersdorf an. Im Jahr 1970 wechselte er in die Pfarrei St. Christophorus in Berlin-Neukölln.

Ein Jahr später wurde Klaus Kliesch vom Bistum beurlaubt, um sich der weiteren wissenschaftlichen Arbeit zu widmen, die er 1975 in Bonn mit seiner Dissertation über „Das heilsgeschichtliche Credo in den Reden der Apostelgeschichte“ abschloss. Mit seinem Wechsel an die Theologisch-Pädagogische Akademie in Berlin als Assistent im Herbst 1975 übernahm er die Vertretung der Dozentur für das gesamte Gebiet der Dogmatik und wurde theologischer Berater im Bildungswerk. Gleichzeitig wurde er zum Subsidiar in der Seelsorge der Pfarrei St. Thomas in Berlin-Charlottenburg ernannt.

Im Jahr 1976 wurde er neben seinen Lehrtätigkeiten zum Hausgeistlichen und Spiritual im Mutterhaus Sancta Maria der Hedwigsschwestern in Berlin-Wannsee bestellt und wurde von seinen Verpflichtungen als Subsidiar in St. Thomas entbunden.

Im Januar 1977 erfolgte seine Berufung zum Direktor der Theologisch-Pädagogischen Akademie, wo er im Fach Bibelkunde unterrichtete. Im gleichen Jahr erhielt er den Titel Pfarrer. Wenig später wurde er zum Diözesanleiter des Katholischen Bibelwerks ernannt.

Im Jahr 1984 beendete er zunächst seine Lehrtätigkeit und übernahm die Pfarrstelle der Kreuzberger Pfarrei St. Marien-Liebfrauen und wurde in den Priesterrat gewählt.

1988 wurde Pfarrer Klaus Kliesch in die Pfarrei Salvator in Berlin-Lichtenrade versetzt und 1989 zum Dekan des Dekanats Tempelhof ernannt. 1990 schied er aus dem Priesterrat aus.

Nach seinem Verzicht auf die Pfarrei Salvator im Frühjahr 1992 kehrte er in den Lehrberuf zurück und wurde Dozent und Seelsorger an der Katholischen Fachhochschule für Sozialwesen in Berlin-Karlshorst. Darüberhinaus wurde er mit sozialen Projekten in Berliner Gemeinden betraut. Von 1993 bis 1997 war er Rektor der Katholischen Fachhochschule für Sozialwesen.

Mit dem Ende seiner Lehrtätigkeit wurde er 2004 in den einstweiligen Ruhestand versetzt und zog nach Barth an der Ostsee.

personen/klaus_kliesch.txt · Zuletzt geändert: 2019/07/05 15:44 (Externe Bearbeitung)
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