Schwester Irmintrud

Schwester Irmintrud von den Steyler Missionsschwestern (Dienerinnen des Heiligen Geistes (Servae Spiritus Sancti)) wuchs unter ihrem Taufnahmen Gerda Schwark zusammen mit ihrer Schwester Thea Schwark (verheiratete Müller-Schönau) in unserer Lankwitzer Pfarrei auf. Beide Schwestern waren sehr aktiv in der Pfarrjugend und sangen auch viele Jahre in der Mädchen-Choralschola mit. Gerda Schwark wurde später zur Pfarrjugendführerin ernannt und leitete ab 1951 einige Zeit eine Kinderschola für 10- bis 14-jährige Mädchen, um sie im Singen des Gregorianischen Chorals zu unterweisen.

Kleiner Lebensbericht

Im Jahr 2009 verfasste Schwester Irmintrud den kleinen Lebensbericht „Meine Ordensberufung“, der im Folgenden abgedruckt ist:

Schwester Irmintrud (rechts) zusammen mit ihrer leiblichen Schwester Thea Müller-Schönau

„Die Ordensberufung bekam ich natürlich durch die Pfarrjugend ! (…)Jedes Jahr war vom BDKJ ein Bekenntnistag. So auch in den 50iger Jahren im Missionsjahr. Anlässlich dieses Weltmissionsjahres versammelte sich die Katholische Jugend in der Waldbühne. Und dieses Jahr war ein ‚Weißer Vater‛, P. Gypkens, dazu eingeladen. Er predigte so begeistert über die Mission in Afrika, dass ich schlagartig wusste: ‚Da muss ich auch hin !‛

Mit Ordensschwestern bin ich schon früh in Berührung gekommen: In der Hitlerzeit durfte ja in den Schulen kein Religionsunterricht sein. So hatten wir den im Pfarrhaus bei Sr. Lioba, einer Christkönigsschwester aus Alt-Lankwitz. Die kam immer auf dem Fahrrad, und das hat mir imponiert !

Später habe ich bei den Katharinerinnen im Sankt-Gertrauden-Krankenhaus die Krankenpflege gelernt, und da ich dort im Internat war, auch das Ordensleben etwas kennen und schätzen gelernt.

Nach dem Examen habe ich bei den Marienschwestern in ‚Maria Trost‛ (heute Marienkrankenhaus) gearbeitet und bin dort mit jüngeren Ordensschwestern in Berührung gekommen. Doch ich wollte in die Mission. Die Adresse von den Steyler Schwestern fand ich in der ‚Stadt Gottes‛. Die Steyler waren ja damals im Hildegard Krankenhaus. Und durch die bekam ich die Verbindung zum Heilig-Geist-Kloster. Dort bin ich dann 1958 eingetreten.

Nach der Profess arbeitete ich in verschiedenen Häusern als Krankenschwester und bekam dann die Missionsbestimmung für Indonesien auf die Insel Java. Dort in unserem Krankenhaus in Surabaya arbeitete ich voller Begeisterung 13 Jahre.

Dann kam aber die Zeit, wo die Ausländer aus Indonesien hinaus mussten, wenn sie nicht die einheimische Nationalität annahmen. Und das wollte ich nicht ! So kam ich 1986 zurück nach Deutschland. In unserem Marienkrankenhaus habe ich dann bis zu meiner Pensionierung als Krankenschwester gearbeitet und kam dann ins Heilig-Geist-Kloster zurück. Und hier betreue ich nun unsere alten und kranken Schwestern. Gott sei Dank kann ich diesen Dienst noch voll ausüben. Außerdem bin ich hier noch in der Schola.

So bin ich mir treu geblieben und hoffe, dass der Herr mir auch weiterhin Kraft gibt zum Singen und Arbeiten !“

personen/gerda_schwark.txt · Zuletzt geändert: 2019/07/05 15:44 (Externe Bearbeitung)
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