Vorwort vom Februar

Hungertuch zur Aktion MISEREOR 2009:
„Gottes Schöpfung bewahren, damit alle leben können“

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1. Schöpfung – ein Thema für uns alle. Was können uns Menschen aus Afrika, Lateinamerika und Asien dazu sagen? Wie sehen sie die Schöpfung? Ein nigerianischer Künstler hat zu diesem Thema das Misereor-Hungertuch für die Jahre 2009/2010 gemalt und stellt die Bezüge zwischen Altem und Neuem Testament her: die Schöpfung nach Genesis, die Gefährdung der Schöpfung und die Vision von der Bewahrung der Schöpfung durch die Menschen aller Kontinente.

2. Die Schöpfung nach Genesis 1 Zentrale Gestaltungselemente sind die Schriftrolle, der Arm des Schöpfers und der Geist Gottes, der „über den Wassern schwebte“, symbolisiert in der Taube. Die Gliederung bildet die Schöpfungstage nach: Licht, Dunkel, Pflanzen, Sonne, Mond, Tiere und der Mensch. „Gott sah alles an, was er gemacht hatte: Es war sehr gut.“, Gen 1,31.

3. Die Gefährdung der Schöpfung Wie geht der Mensch mit dieser Schöpfung um? Bodenerosion und vertrocknete Felder, anschwellende Flüsse durch Unwetter, vom Rohöl verschmutzte Gewässer, die Fische töten und Landwirtschaft unmöglichen machen. Ein kleiner Junge auf dem Foto schaut uns Hilfe suchend an. Dort, wo der Mensch die Schöpfungs-ordnung nicht respektiert, aus Egoismus die Natur ausbeutet, statt sie pfleglich zu bewahren, droht der Untergang aller.

Fastenzeit ist Zeit der Buße, der Besinnung und Umkehr zu Gott und seiner Ordnung. Ein verantwortungsvoller Lebens- und Produktionsstil ist nötig, damit alle überleben und leben können

4. Vision von der Bewahrung der Schöpfung Die versammelte Menschheitsfamilie, Menschen aller Kontinente, aller Rassen - Frauen, Männer und Kinder sind um den Globus versammelt. Licht erhalten alle von der Osterkerze, die aus der Erde hervorbricht. Jesus Christus sendet sein Licht und seinen Geist, und „das Antlitz der Erde wird neu“ (Pfingst-Antiphon).
Sich diesem Geist Jesu öffnend, sollten sich die Menschen gemeinsam um die begrenzten Rohstoffe und Energieknappheit und um die bedrohte Pflanzen- und Tierwelt sorgen.

Liebe Gemeinde, dieses Ziel mahnt MISEREOR an. Es geht um Gerechtigkeit und Gemeinwohl. Der Mensch, selbst ein Geschöpf Gottes, trägt Verantwortung für die Umwelt. Zu Beginn der österlichen Bußzeit wird das neue Hungertuch in unserer Kirche ausgehängt zur Betrachtung, Meditation und auch zur Besinnung.
Allen eine gesegnete österliche Bußzeit
Ihr Pfarrer Michael Schlede

Liebe Gemeinde,
jahrzehntelang hat Herr Aloysius Lindenblatt in Mater Dolorosa engagiert mitgearbeitet und geholfen, wo er konnte. Zuletzt hat er noch die Küster-vertretung übernommen. Das ist ihm nun nach einer Knieoperation leider nicht mehr möglich, und er nimmt schweren Herzens davon Abschied.
Lieber Herr Lindenblatt, Gott lohne Ihnen Ihren treuen Dienst, für den die Gemeinde ganz herzlich dankt!
Ihr Pfarrer Michael Schlede

aktuelles/0902_vorwort.txt · Zuletzt geändert: 2016/12/12 22:12 (Externe Bearbeitung)
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